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Definition - Was bedeutet Jerusalem-Virus?
Der Jerusalem-Virus ist einer der ältesten Computerviren aus dem Jahr 1987. Er infizierte Dateien in den damals üblichen MS-DOS-Betriebssystemen. Nachdem auf DOS-Betriebssystemen neuere Betriebssystemtypen folgten, war der Jerusalem-Virus weitgehend veraltet. Es wird angenommen, dass das Jerusalem-Virus aus Israel stammt.
Techopedia erklärt Jerusalem Virus
Der Jerusalem-Virus hatte verschiedene Auswirkungen auf das Betriebssystem eines Computers, auf geladene Programme und Dateien. Es war bekannt, dass der Virus verschiedene Programme an bestimmten Tagen löschte, am häufigsten am Freitag, dem 13. eines Monats. Der Virus infizierte auch wiederholt ausführbare Programme, bis diese zu groß wurden, um auf einem Computer ausgeführt zu werden.
Andere Varianten des Jerusalem-Virus enthielten zusätzliche Randeffekte, wie z. B. kryptische Slogans, die die Befehlszeilenschnittstelle bevölkern würden. Einige Versionen des Virus würden anscheinend die Ausführung von Programmen an bestimmten Wochentagen wie Samstag und Sonntag einschränken. Dies und der allgemeine Freitag, der 13., führten zu Spekulationen darüber, ob das Virus von einer religiösen oder abergläubischen Person entwickelt wurde. Schließlich verursachte der Virus keine Probleme mehr für neuere Betriebssysteme, was jedoch zu einigen schwerwiegenden Computerabstürzen weltweit führte. In den späten 1980er Jahren war es der weltweit führende Virus-Angreifer.
